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Lehrbuch der Magietheorie

Epistemischer Status: #überlieferung (Akademischer Kanon des Magierturms)

Das Lehrbuch der Magietheorie von Toran_Dur gilt als eines der Standardwerke der arkanen Forschung auf Siebenwind. Es definiert die grundlegenden Prinzipien der index, den Aufbau des Astralnetzes und die psychologischen Voraussetzungen für das Wirken von Zauberei.

1. Definition der index

index wird als der Vorgang definiert, bei dem ein sterbliches Wesen das Astralnetz mittels der Macht seines Geistes beeinflusst.

Ursprung des Netzes

Hinsichtlich des Ursprungs existieren zwei Haupttheorien: 1. Theologische Theorie: Laut dem Buch Yehramnis ein Geschenk von Astrael an die Sterblichen. 2. Kosmologische Theorie: Eine omnipräsente Struktur, die vermutlich von den Gohor erschaffen wurde. Astrael gab den Sterblichen lediglich die Gabe, darauf zuzugreifen.

2. Aufbau des Astralnetzes

Das Modell des Astralnetzes besteht aus Fäden, die omnipräsent durch alle drei Sphären verlaufen. Es besteht aus fünf Fadenarten, die den Elementen zugeordnet sind:

Element Eigenschaft Wechselwirkung
Feuer Aktiv Abstoßend zu Wasser
Wasser Passiv/Fließend Abstoßend zu Feuer
Erde Starr Abstoßend zu Luft
Luft Beweglich Abstoßend zu Erde
Geist Lenkend Neutral zu allen

Gesetze des Netzes

  • Omnipräsenz: Überall in allen Sphären vorhanden.
  • Abstoßung: Gegenelemente stoßen sich ab.
  • Unzerstörbarkeit: Fäden können nicht durchtrennt, aber geformt und gesponnen werden.
  • Ruhezustand: Das Netz befindet sich normalerweise im Gleichgewicht.

Elementarknoten

Um einen Effekt zu erzielen, muss ein Magier aus den Fäden Knoten knüpfen. Ein Zauber ist im Wesentlichen eine Bündelung von Knoten auf engem Raum. Stabile Gewebe erfordern das Element Geist zum "Abbinden".

3. Der Geist des Sterblichen (Zensor-Theorie)

Das Wirken von index erfordert die Überwindung des Zensors – einer Filterinstanz zwischen Tagesbewusstsein (Logik) und Unterbewusstsein (Wille/Wahrnehmung).

  • Der Zensor: Schützt den Verstand vor Überflutung mit Informationen.
  • Umgehung: Der Magier nutzt ein arkanes Modell (Glaube/Systematik), um seinen Willen am Zensor vorbei an das arkane Zentrum im Unterbewusstsein zu senden.

4. Die Einheit von Körper und Geist

Zauberei ist kein rein geistiger Akt. Um den Zensor zu täuschen, nutzt der Magier die Dreifaltigkeit des Wirkens: 1. Gedanke: Rein geistige Vorbereitung. 2. Wort: Die Brücke (Zwischenform). 3. Geste: Rein körperlicher Akt.

Mana und Meditation

Die arkane Kraft (Mana) wird mit einem Muskel verglichen. Meditation dient der Regeneration, indem die natürliche magische Resistenz des Körpers bewusst gesenkt wird.

5. Grundlagen der Ritualmagie

Rituale erlauben es, das Astralnetz über einen größeren Bereich zu verändern, als es ein einzelner Geist könnte ("Stein auf Stein").

Werkzeuge

  • Magische Reinigung: Auflösen vorhandener Knoten vor Beginn.
  • Schutzkreis: Maschenförmiges Gewebe aus fünf Schichten (Geist innen, Elemente außen).
  • Bannkreis: Ähnlicher Aufbau, jedoch mit der Geistschicht außen, um Wesenheiten einzuschließen.

Siehe auch: - Matrixtheorie_Linari - Illusionstheorie_Asanra - Personenregister#Toran_Dur