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Artefaktlehre

Das index über die Schaffung magischer Gegenstände, die in ihnen gebundene Zauberwirkungen entfalten können. Die hier dargelegten Theorien basieren maßgeblich auf den Forschungsarbeiten von Erzmagus Dunvallo_Linari, später bearbeitet von Santanos_Alexandrius_von_Eichstatt.

Technische Terminologie

Nach Linari wird die Beschaffenheit eines Artefakts durch folgende Kategorien definiert:

  • Arkanogenese: Der Prozess der Erschaffung eines magischen Gegenstandes.
  • Abraxas: Der Auslöser des Artefakts. Dies kann ein Zauberwort sein oder ein speziell geschliffener Edelstein-Fokus, der den Tunneleffekt hervorruft.
  • Phonik: Gibt die Anzahl der wirkenden Sprüche an (mono-, bi-, tri-phonisch etc.).
  • Präservanz (Wirkungsdauer):
    • Kadunom: Artefakte, die auf Ladungen basieren.
    • Aeternom: Semi-permanente oder permanente Artefakte.
  • Okkupation: Die Art der Beseeltheit (astral, elementar, daimonisch oder transnekrotisch).
  • Monophil: Eigenschaft eines Artefakts, das nur von einem einzigen Träger (meist dem Erschaffer) genutzt werden kann.

Grundprinzipien

Die Artefakterstellung ist eine komplexe Disziplin, die verschiedene magietheoretische Felder vereint. Im Gegensatz zur Feldmagie eines Magiers müssen bei einem leblosen Gegenstand die Komponenten für Ursache und Wirkung permanent aufeinander abgestimmt werden.

Der Tunneleffekt

Ein zentrales Konzept der Artefaktmagie nach Linari. Da die natürlichen [[Thaumaturgische_Gitter|thaumaturgischen Knoten]] oft nicht ausreichen, um ein mobiles Artefakt dauerhaft zu speisen, wird ein Fokus benötigt. - Fokus-Material: Häufig werden untote Gebeine (z. B. Skelett- oder Lich-Knochen) verwendet. - Wirkungsweise: Der Fokus nutzt [[Sphaerenfaeden]], um arkane Energie aus anderen Sphären anzusaugen – ähnlich einem Schlauch, der Energie "zieht". Diese Energie wird im Symbol des Kreuzes (im Falle eines Schwertes) gesammelt.

Materielle Komponenten (Beispiel: Schwert)

  1. Die Klinge: Trägt die Runen für die eigentliche Wirkung. Sie muss aus hochwertigem Material (siehe Arkan-Metalle) geschmiedet sein.
  2. Das Handstück & Kreuz: Beinhaltet den Fokus (Knochen) und die Rune "Leben", die als Bindeglied fungiert.
  3. Der Knauf: Besteht aus einem edlen Stein, der einem Element zugeordnet ist (Saphir für Wind, Rubin für Feuer, Diamant für Wasser, Bernstein für Erde).

Rituale der Bindung

Ein Artefakt entfaltet seine volle Wirkung meist erst durch eine spezifische Bindung an den Träger.

Kleines Ritual der Bindung

Dient dazu, dem Artefakt zu "zeigen", wer sein rechtmäßiger Nutzer ist. - Der Nutzer wird mit Ritualrunen gezeichnet. - Ein symbolischer (nicht tödlicher!) Schlag über die Brust des Trägers durch den Magier stellt die Verbindung her.

Permanentes Ritual der Einigkeit

Eine weitaus stärkere Bindung für mächtige Artefakte. Sie führt dazu, dass das Artefakt untrennbar mit der Seele des Trägers verbunden wird und diesen sogar in die Totensphäre begleiten kann.

Ethische Aspekte

Erzmagus Linari mahnte zur Vorsicht bei der Vergabe solcher Machtinstrumente. Er empfahl eine zentrale Katalogisierung und eine strenge Prüfung der moralischen Eignung des Trägers. Helden sollten angehalten sein, die benötigten Komponenten (wie die Gebeine mächtiger Untoter) selbst zu erlangen.

Referenzen