Über die Gebete¶
In diesem Traktat legt der Geweihte Jeremias dar, dass Religion nicht nur geglaubt, sondern als ständiger Gottesdienst gelebt werden muss.
Gebet als Lebensform¶
Jeremias zitiert Hochwürden Goslian aus Venturia: Wahre Frömmigkeit zeigt sich nicht in festgesetzten Gebetsstunden, sondern darin, das gesamte Leben (Essen, Schlaf, Arbeit) zu einem Gottesdienst zu gestalten.
Die Brücke zur Göttlichkeit¶
Das Gebet wird als reale Brücke oder Leiter beschrieben, auf der sich die Seele des Beters in höhere Sphären der Göttlichkeit erhebt. * Ekstase: Die höchste Stufe der Empfindung, in der sich die Seele durch „Entkörperlichung“ mit dem Odem der Viere vereint.