Götter und Götzen¶
Metadaten
- Epistemischer Status: #überlieferung
- Autor: Schwertmeister Tesion
- Originaltitel: De Deis Et Deorum Falsis Simulacris
In dieser Abhandlung analysiert Schwertmeister Tesion die Glaubensformen der "unzivilisierten Völker" Tares. Aus der Perspektive der Kirche_der_Viere beschreibt er diese als Pervertierungen oder missgebildete Formen des wahren Glaubens an die heiligen vier Götter.
Die Götzen der Orken¶
Tesion identifiziert zwei zentrale Götzen, die er als Verzerrungen von Bellum und Astrael deutet: * Berg’lum: Eine auf reine körperliche Kraft und Muskeln reduzierte Pervertierung von Bellum. Aspekte wie Ehre, Gerechtigkeit und Tugend fehlen völlig. * Ci’rbuz: Eine grausame Pervertierung von Astrael. Anstelle von Weisheit und index steht hier nur die Macht zur zerstörerischen index im Vordergrund. Die orkische Schöpfungsgeschichte, in der sich diese Götzen aus Spaß bekriegen, spiegele lediglich die gewalttätige Natur des Volkes wider.
Die Götzen der Nortraven¶
Der Glaube der Nortraven wird als weniger gefährlich, aber oberflächlich und unvollständig eingestuft: * Thjarek: Vereint Attribute von Xan (index) und Bellum (Kraft/Meere). * Eydis: Schutzpatronin der Frauen, vereint Aspekte von Vitama, Ventus und Rien. Laut Tesion fehlen diesem Glauben die tiefgreifenden Aspekte von Morsan (Tod) und Astrael (Weisheit/Gesetz). Die Nortraven reduzierten die Götter auf weltliche, konfliktfreie Attribute.
Der "Unglaube" der Halblinge¶
Das Volk der Halblinge wird als weitgehend "glaubensunfähig" beschrieben. Aufgrund ihrer sorglosen und unbekümmerten Art fehle ihnen der Drang, nach dem Höheren zu fragen oder an der Welt zu zweifeln, was einen tiefen Glauben an die vier Götter verhindere.
Missionarischer Ausblick¶
Tesion schließt mit der Einschätzung, dass insbesondere Orken aufgrund ihres "Erbguts" schwer zu bekehren sind, während die Nortraven zwar auf der "guten Seite" stehen, aber erst nach Besiegung des wahren Feindes in den tieferen geistlichen Aspekten unterwiesen werden können.