Auren und die Verbreitung der Elfenvölker
Auren und die Verbreitung der Elfenvölker
Das Folgende ist als spezielles Wissen der elfischen Lebewesen auf Siebenwind zu sehen und für diejenigen, die näheren Kontakt mit ihnen auf Falandrien hatten.
- Das Land Auren
In diesem Land hatten alle Elfenvölker in grauer Vorzeit, noch vor den Amulettkriegen, ihren Ursprung und noch heute leben viele Wald- und Auenelfen in Auren.
Seine unbemessenen Weiten sind hauptsächlich mit uralten Wäldern bestanden, aus derem dichten Grün hier und da felsig graue Kuppen von verwitterten, niedrigen Bergen hervorstechen. Zahlreiche Quellen bestehen unter Auren, dass an vielen Berghängen Wasserfälle herabstürzen, in den Wäldern verwunschen wirkende Seen mit umliegenden, nassen Wiesen zu finden sind, unzählige Flüsse sich durch die Täler ziehen und überall kleine murmelnde Bächlein und junge Quellen entstehen können. Man könnte fast sagen, Auren bestehe nur aus wucherndem, uraltem Grün und fliessendem, frischen Wasser - eine fruchtbare Wildniss in der nur die naturverbundenen Elfenvölker wirklich leben und sich entfalten können.
Ganz im Osten Auriens liegt ein wahrlich gewaltiger Krater, dessen Ränder hoch aufragen, wie schroffe, schwarze Hügel und dessen Tiefe von beständig umgewühlter Lava erhitzt und verbrannt wird. Dieser Krater, unvorstellbar Alter Zeuge einer Katastrophe der Vorzeit, ist so zu sagen die "Grenze" Aurens, denn keiner der in dieser Gegend lebenden Waldelfen betritt die schwarzen Hügel oder versucht um ihre meilenweite Ausstreckung herum zu wandern. Nachts scheint es in dieser östlischten Gegend Auriens, durch die nimmermehr versiegenden Lavaseen im Grunde des Kraters, als würde der ganze Horizont in unbewegten, roten Flammen stehen. Ein Anblick, der jeden noch so tapferen Forscher oder mutigen Kundschafter abschreckt.
Im Norden und Süden ist Auren sanft eingefasst von den kleiner werdenden Ausläufern gewaltiger Gebirge, nördlich die des Kadagebirges, südlich die der Drachenschwingen, ohne, dass die Berge dort eine unüberwindbare Grenze darstelllen würden.
Und im Westen, schliesslich, werden die Wälder allmählich weniger, ziehen sich in langen Armen nurnoch die sanften Höhenlinien entlang, während sich dazwischen, in flacheren Tälern, zwischen zahlreichen Flüssen und Bächen grosse, feuchte Wiesen erstrecken. In diesem westlichren Teil Aurens befindet sich auch Miandrell, das älteste und grösste Dorf der Auenelfen.
Die westlichste 'Grenze' schliesslich, die dieses von Auen beherrschten Gebietes Aurens von dem übrigen Land Falandriens trennt, ist eine meilenlange, tote Mauer, welche von längst vergessenen Baumeistern errichtet wurde, und vor einigen Jahrtausenden durch die Menschen mit einem gewaltigen Tor versehen wurde, um gesicherten Zutritt zu dem Unbekannten Aurens zu haben, welches sie "Ma'ahn" nennen.
Wie schon durch die Geographie angedeutet sind die Sippen der Waldelfen vorallem in östlichen, ursprünglicheren Teilen Aurens zu finden, während die an den Verlauf der Wiesen geschmiegten Dörfer der Auenelfen eher im westlichen, menschennahen Gebiet angesiedelt sind. Hochelfen leben nurnoch wenige in Auren, jedoch sind sie in den Menschenstädten, die am Tor der grossen Mauer entstanden sind - Grenzfeest auf der einen, der galadonischen, Na'Li auf der anderen, der aurischen Seite - äusserst zahlreich vertreten.
- Verbreitung der Elfen
Selbstverständlich ist die grosse Mauer von Ma'ahn ein Witz für einzeln durch Tare streifende Elfen. Ihre Weite ist zu gross, als dass es nicht irgendwo Schlufplöcher oder natürliche Pfade von einer Seite auf die andere geben würde. Was Armeen und Tiere der Wildniss aufhält ist für vernunftbegabte Lebewesen, die Geduld und Scharfsinn besitzen, nur eine Unannehmlichkeit.
Ausserdem sind die Städte Grenzfeest und Na'Li keineswegs verschlossen oder den Elfen feindlich gesinnt. Es herrscht dort reger Handelsverkehr mit den Auenelfen Aurens und den restlichen besiedelten Landen von Falandrien. Ganze Gemeinschaften von wandernden Elfen würden keine verschlossenen Tore in diesen Städten erwarten müssen.
Allerdings haben die drei Elfenvölker schon vor den Amulettkriegen ganz Falandrien frei bereist und ihre Heimat dort gefunden.
In jedem grösseren, tieferen Wald Falandriens kann eine Sippe Waldelfen ihr Leben führen. In jeder Auenlandschaft könnte man ein Dorf der Auenelfen finden. Und in jeder menschlichen Siedlung können natürlich Hochelfen Mitbewohner sein. Kaum ein Landstrich in Falandrien, der in Gegenwart oder Vergangenheit nicht von Elfen bewohnt wird oder wurde.
Allerdings nimmt die Bevölkerungsdichte der drei Elfenrassen je weiter man in Falandrien nach Norden oder Süden geht, immer mehr ab, was mit den extremen und einseitigen Lebensbedingungen des frostigen Norlandes und des trockenen Endophals zusammenhängen mag.